»Innovation der Vernunft« 2015

Auszeichnung für Sunfire aus Dresden

Pilotprojekt stellt aus Kohlendioxid, Wasserdampf und regenerativer elektrischer Energie flüssige Kraftstoffe her.

Der Jurypreis „Innovation der Vernunft“ geht in diesem Jahr an die Dresdner Sunfire GmbH für ein Pilotprojekt, das aus Kohlendioxid, Wasserdampf und regenerativer elektrischer Energie flüssige Kraftstoffe herstellt. Bei der Produktion von einer Tonne Sprit werden der Atmosphäre dabei über drei Tonnen CO2 entzogen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Alle Bemühungen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, sind bislang weitgehend ohne Erfolg geblieben. Vielleicht deshalb, weil wir uns zu wenig an der Natur orientieren. Für das Wachstum von Pflanzen ist Kohlendioxid ein unverzichtbarer Nährstoff. Wissenschaftler der Sunfire GmbH nehmen sich am Kreislauf der Natur ein Beispiel und stellen aus CO2, Wasserdampf und regenerativ erzeugtem Strom flüssige Kraftstoffe her. So mutiert das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid zum wertvollen Rohstoff. Für eine Tonne Sprit werden der Atmosphäre über drei Tonnen CO2 entzogen. Mit der von Sunfire entwickelten Hochtemperatur-Dampfelektrolyse konnte der Wirkungsgrad des seit langem bekannten chemischen Verfahrens so entscheidend verbessert werden, dass künftig eine wirtschaftliche Nutzung machbar erscheint. Dass die synthetischen Kraftstoffe auch im industriellen Maßstab hergestellt werden können, soll jetzt in einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Pilotanlage in Dresden nachgewiesen werden. Dafür erhält die Dresdner Sunfire GmbH den Jurypreis »Innovation der Vernunft« 2015. 

Artikel von christiane.fenske verfasst
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